„Der Chef“ Herbert von Karajan: Dinner Party Fakten II

Hier finden Sie Teil I.

4) Karajan war nicht nur Ehrenbürger der Geburtsstadt Salzburg, sondern auch von Berlin (ab 1973) und Wien (1978). Als er 1957 Karl Böhm als Direktor der Wiener Staatsoper ablöste und seit 1938 die Berliner Philharmoniker dirigierte, nannte man ihn „den Generalmusikdirektor Europas“! Auf dem Weg zu internationalem Ruhm erwarb er sich zahlreiche weitere Spitznamen, darunter „Le bon dieu“, „Wunder Karajan“ und „The Emperor of Legato“, ein Titel, für den er im langsamen Satz von Beethovens Symphonie Nr. 5 ein starkes Argument liefert:

5) Der beeindruckende Dirigent war ein selbst bekennender Introvertierter. Sein Glaube an die transformative Kraft der Konzentration wurde durch das Studium des Zen-Buddhismus und die Ausübung von Yoga gestärkt. Er zog sich bei jeder Gelegenheit aus der Stadt zurück und suchte in seinem Privatleben Ruhe und Frieden, wie er es auf der öffentlichen Bühne nicht konnte.

6) Karajans Faszination für Technik hat mit den neuesten Aufnahmetechniken keineswegs aufgehört. Er hatte einen Privatpilotenausweis und war Vielflieger seiner eigenen Cessna und Dassault Falcon 10. Am Salzburger Flughafen ist das Herbert-von-Karajan-General-Aviation-Terminal sogar nach dem Luftfahrzeugführer benannt! Karajan genoss es auch, seine St. Tropez Yacht zu segeln und schnelle Autos zu fahren, manchmal auf privaten Rennstrecken – er war einer der wenigen Prominenten, der einen Porsche 959 besaß, von dem nur 300 existierten! Als er nicht Yoga praktizierte, war er ein bisschen ein Draufgänger.

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